Fritzbox resetten ohne Schalter

Wer noch eine alte Fritzbox wie die 7390 besitzt und etwas damit rumspielt, wird irgendwann mal in die Situation kommen diese auf Werkseinstellungen zurücksetzen zu müssen. Leider haben diese jedoch keinen Schalter dafür 🙁

Per angeschlossenem Telefon (DECT geht auch) gelingt dies trotzdem. Folgendes anrufen, kurz warten und wieder auflegen:

#991*15901590*

Glasfaser und Fritzbox 7390 – WAN Durchsatz

Unser Haushalt wird dieses Jahr per Glasfaser ans Internet mit zunächst 200 MBit Up und Down angeschlossen.
Deshalb hab ich heute mal per iperf geprüft welchen Durchsatz unsere FritzBox 7390 bzgl. Routing so schafft.
Am WAN (LAN1 und entsprechend konfiguriert) hab ich einen LAN-Port der Synology Diskstation angeschlossen, an der anderen mein MacBook Air.

Statt der üblichen 940 Mbits/sec sind es hierbei gerade mal ca. 94 Mbits/sec..

Ziemlich enttäuschend, gerade wenn man in Zukunft noch höhere Internetgeschwindigkeiten nutzen möchte. Die neuen Fritzboxen werden hier sicher besseren Durchsatz erzielen. Trotzdem schwebt mir hier ein etwas anderes Setup vor.

Als Router zwischen Internet (Network Termination) und dem Heimnetz hab ich mir schon den Ubiquiti ER-X und den Ubiquiti ERLITE-3 EdgeRouter angeschaut. Ersterer kostet um die 56 EUR, der anderer 95 EUR. Beide sind Router ohne WLAN, unterstützen aber auch VPN, Firewall, Portforwarding etc.. Hier bin ich noch etwas unentschlossen. Der erste sollte eigentlich ausreichen und laut Foren auch über 800 MBit/sec schaffen. Das WLAN würde ich dann gerne separat mit einem Produkt mit Mesh-Technologie aufbauen. Google Wifi ist nicht schlecht aber halt von Google. Die Performance soll okay sein. Eero wird hier in Deutschland leider noch nicht vertrieben.

Deshalb liebäugle ich zur Zeit mit dem Netgear Orbi RBK50-100PES. Die Performance und Features sollen wohl ganz ordentlich sein.

Naja bis zur Bereitstellung des Glasfaseranschlusses wird noch der ein oder andere Mond vorüberziehen. Mal gucken welche Möglichkeiten es Ende September Anfang Oktober auf dem Markt gibt.

JSON Feed – die neue Alternative zu RSS

Vorgestern wurde eine neue Idee für das Abonnieren von Newsfeeds veröffentlich. Analog zu RSS und Atom gibt es nun das neue Format JSON-Feed welches den Nachrichtenstrom in Form von JSON anstatt XML liefert.

Die Idee ist sehr interessant und einfach umzusetzen. JSON findet scheinbar immer mehr den Vorzug vor XML in diversen Schnittstellen. JSON ist hierbei wesentlich datensparsamer und strukturell einfacher in der Handhabung; trotzdem kann die Struktur per XSD definiert werden. Mal gucken wohin das führt. Auch in anderen Projekten habe ich die Vorteile zu schätzen gelernt, auch wenn es für die Serialisierung von Timestamps keine Spezifikation gibt 😀

Der JSON-Feed zu diesem Blog ist erreichbar unter

https://www.stefanberger.net/feed/json

Mehr Informationen zum Projekt gibt es unter jsonfeed.org

Netzwerkspeicher Synology DS716+

Vor ungefähr einem Jahr am 30. März 2016 habe ich mir ein NAS (Network Attached Storage) zugelegt, speziell das Modell DS716+ von Synology. Durch die Ablösung von Dropbox musste ich ja nun meine Daten selber halten und hatte zunächst einfache externe Festplatten gekauft. Mit dem Netzwerkspeicher der quasi immer an ist, kann ich nun jedoch ständig auf meine Daten zugreifen und muss nicht die externe Festplatte immer anschließen, entschlüsseln und nachher wieder verstauen.

Nun nach einem Jahr kann ich sagen, dass sich die Anschaffung für mich definitiv gelohnt hat.

Die Vorteile

  • Ich komme ständig an meine Daten auch vom Handy aus unterwegs (per VPN) => eigene Cloud
  • Der Netzwerkspeicher kann als TimeMachine Backup (für macOS) verwendet werden
  • Einzelne Verzeichnisse (Freigaben) können per Passphrase oder Schlüsseldatei verschlüsselt werden (dies war mir bei der Kaufentscheidung sehr wichtig, weil ich meine Daten bei Einbruch und Diebstahl nicht preisgeben möchte)
  • wesentlich niedrigerer Stromverbrauch als ein echter als Server umfunktionierter Rechner (abgesehen vom Raspberry Pi)
  • Zugriff auf die Konsole per ssh und damit tiefgreifende Konfiguration ist möglich
  • es gibt zahlreiche Apps für die Diskstation (WebServer, Backup-Tools, Datenbanken, etc.)
  • RAID Betrieb möglich (habe momentan 2 Western Digital Festplatten mit jeweils 3 TB Kapazität eingebaut, die mit RAID 1, also Spiegelung, eingebunden sind)
  • Dateisystem BTRFs mit Snapshots
  • 2 x 1 GBit Netzwerkanschlüsse die man auch noch aggregieren kann (der richtige Netzwerkswitch vorausgesetzt, zum Beispiel der Netgear GS724T-300EUS ProSafe 24-Port Gigabit Smart Switch)
  • sehr sehr gute Benutzeroberfläche zur Einrichtung (DSM 6.1)
  • regelmäßige Updates des gesamten Systems als auch der einzelnen Apps
  • super leise

Die Nachteile

  • Anschaffungskosten
  • ständiger Stromverbrauch
  • noch ein Gerät was ich irgendwo hinstellen muss
  • noch ein Gerät auf dem man Updates einspielen muss

Geschwindigkeit

In der derzeitigen Konfiguration komme ich mit meinem Macbook Air (2011) mit Gigabit Netzwerkanschluss (Thunderbold-Adapter) mittels AFP auf folgende Geschwindigkeiten (gemessen mit Blackmagic Disk Speed Test):

  • 38 MB/s schreiben & 110 MB/s lesen in verschlüsselten Verzeichnissen
  • 108 MB/ schreiben & 108 MB/s lesen in unverschlüsselten Verzeichnissen

Das ist doch schon recht ordentlich und für meine Zwecke momentan vollkommen ausreichend.

Fazit nach einem Jahr

Würde ich immer wieder kaufen. Ich habe schon oft die Möglichkeit genutzt auf meine eigene Cloud zuzugreifen. Auch die Backup Funktionalität ist super. Derzeit laufen in regelmäßigen Abständen auch rsync Scripte, die Backups von externen Raspberry Pis ziehen. Es ist also nicht nur ein einfacher Speichern sondern ein richtiger Server für den Heimgebrauch mit einiges an Leistung.

Würde ich jetzt nochmal kaufen, dann den Nachfolger DS716+II, der einen etwas besseren Prozessor beinhaltet.

Alles in allem sehr praktisch. Ich hatte schonmal überlegt ein etwas größeres Modell mit mehr Festplatteneinschüben zu kaufen (zum Beispiel Synology RS816); bin von der Idee jedoch inzwischen weg, weil die Stromkosten wesentlich höher wären und ich, wenn ich mal ganz ganz ehrlich bin, soviel Speicher und Leistung garnicht brauche 🙂

rsync von ext4 nach HFS+

Bei Verwendung von rsync zum Kopieren von eine Platte (ext4) auf die andere (HFS+) als Teil meiner Backup-Strategie kam es vor, dass einige Verzeichnisse immer und immer wieder kopiert wurden. Nach scharfen Hingucken fiel mir auf, dass es immer bei Verzeichnissen / Dateien der Fall war, die Umlaute oder Sonderzeichen beinhalteten. Nach langem Rumprobieren und sehr viel Recherche stieß ich auf den Parameter --iconv. Mit diesem kann eine automatische Wandlung zwischen den Zeichenkodierungen eingestellt werden. Und voilà, jetzt läuft’s wie es soll.

rsync -av --delete --iconv=UTF8-MAC,UTF8 madeleine@192.168.178.22:/home/madeleine/ /Volumes/backup_home/home/madeleine/

Leider ist das rsync auf dem Mac (OS X Yosemite) derart veraltet, dass dieses den Parameter nicht kennt. Abhilfe schafft hier die Kompilierung einer neuen Version. Das geht in etwa so:

  • Herunterladen eines neuen Releases von rsync.samba.org
  • Entpacken in ein Verzeichnis
  • ./prepare-source im Verzeichnis ausführen
  • ./configure im Verzeichnis ausführen. Ggf. werden hierbei Teile von XCode nachinstalliert um die Sourcen anschließend kompilieren zu können.
  • make ausführen und damit die Kompilierung anstoßen

Wenn alles ohne Fehler durchgelaufen ist, sollte die neue Version in Form der erzeugten Binaries rsync und rsync-ssl zur Verfügung stehen. Gestartet werden kann diese anstatt der Mac OS Version im Verzeichnis über

./rsync

Ich persönlich sehe davon ab, die bestehende Version komplett durch die neue zu ersetzen um nicht irgendwelche unbedachten Kompatibilitätsprobleme mit dem System zu provozieren.

Ablösung von Dropbox

Bisher verwendete ich Dropbox als Backup in der Cloud. Das Ziel dabei war möglichst einfach Datensicherheit auch im Falle eines Einbruchs oder Brands zu gewährleisten. Durch die verteilte Datenhaltung in Amazon S3 Servern sollte das möglich sein. Um den Datenschutz auch rechnung zu tragen, kann man ja sämliche Daten selber verschlüsseln bevor sie von Dropbox synchronisiert werden. Zum Beispiel sind mittels TrueCrypt auch hier inkrementelle Updates von großen Images (zumindest bei Nutzung von AES) möglich.

Wie dem auch sei sind 99 Dollar im Jahr für 100 GB schon etwas viel, wenn man bedenkt, dass man an die Daten ja auch nur kommt wenn man mit dem Internet verbunden ist und auch Zugang zu Dropbox hat. Von daher habe ich mich nun entschlossen, zwei Festplatten (1 TB Intenso bei Amazon für jeweils 59 EUR) zu kaufen auf denen meine Daten verschlüsselt und gespiegelt abgelegt werden. Eine der Festplatte wird dabei nicht bei mir zuhause sondern außerhalb gelagert um im Falle des Einbruchs oder Feuer die wichtigen Daten nicht gänzlich zu verlieren.