rsync von ext4 nach HFS+

Bei Verwendung von rsync zum Kopieren von eine Platte (ext4) auf die andere (HFS+) als Teil meiner Backup-Strategie kam es vor, dass einige Verzeichnisse immer und immer wieder kopiert wurden. Nach scharfen Hingucken fiel mir auf, dass es immer bei Verzeichnissen / Dateien der Fall war, die Umlaute oder Sonderzeichen beinhalteten. Nach langem Rumprobieren und sehr viel Recherche stieß ich auf den Parameter --iconv. Mit diesem kann eine automatische Wandlung zwischen den Zeichenkodierungen eingestellt werden. Und voilà, jetzt läuft’s wie es soll.

rsync -av --delete --iconv=UTF8-MAC,UTF8 madeleine@192.168.178.22:/home/madeleine/ /Volumes/backup_home/home/madeleine/

Leider ist das rsync auf dem Mac (OS X Yosemite) derart veraltet, dass dieses den Parameter nicht kennt. Abhilfe schafft hier die Kompilierung einer neuen Version. Das geht in etwa so:

  • Herunterladen eines neuen Releases von rsync.samba.org
  • Entpacken in ein Verzeichnis
  • ./prepare-source im Verzeichnis ausführen
  • ./configure im Verzeichnis ausführen. Ggf. werden hierbei Teile von XCode nachinstalliert um die Sourcen anschließend kompilieren zu können.
  • make ausführen und damit die Kompilierung anstoßen

Wenn alles ohne Fehler durchgelaufen ist, sollte die neue Version in Form der erzeugten Binaries rsync und rsync-ssl zur Verfügung stehen. Gestartet werden kann diese anstatt der Mac OS Version im Verzeichnis über

./rsync

Ich persönlich sehe davon ab, die bestehende Version komplett durch die neue zu ersetzen um nicht irgendwelche unbedachten Kompatibilitätsprobleme mit dem System zu provozieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.